Der Einlauf über den roten Teppich in die Festhalle ist sicherlich das außergewöhnliche Highlight und einmalige Ambiente des Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon.
Die Weltstadt Frankfurt am Main hat sich mit dem jährlich am letzten Oktoberwochenende stattfindenden Frankfurt Marathon und seinen 18.000 Gesamtteilnehmern und rund 300.000 Zuschauern entlang der Strecke zur Sportstadt etabliert. Dass jedes Jahr so viele Sportler und Sportlerinnen beim Frankfurt Marathon teilnehmen und durchkommen (über 9.000 Finisher im Marathon), liegt auch daran, dass der Marathon der Mainmetropole nicht nur der älteste deutsche Stadtmarathon und einer der schnellsten, sondern auch einer der schönsten überhaupt ist. Wer den Marathon überstanden hat, der hat einiges gesehen. Gerne möchten wir Ihnen diese Anreize und Highlights, die die Strecke zu bieten hat, gerne vorstellen.
Messeturm
1991 eröffnet, entworfen von dem deutsch-amerikanischen Hochhausspezialisten Helmut Jahn, stieg der Messeturm rasch zu einem Wahrzeichen Frankfurts auf. Kurzfristig das höchste Hochhaus Europas, wurde er anfangs als kitschiges Zitat der Art Decor-Türme von Chicago verspottet. Heute ist er anerkannt als bildhafte Architektur, die im Umriß und mit ihrer roten Steinummantelung an Frankfurts gotischen Domturm denken läßt.

- Messeturm
Polizeipräsidium
Das Gebäude, verziert mit Schmuckformen des barocken Schlossbaus, wurde 1911 erbaut. Es war Teil einer Kette repräsentativer Großbauten, die längs des Alleenrings entstanden, der in einem weiten Halbkreis die Innenstadt samt den angrenzenden Wohnvierteln umzieht. Vorbild dafür waren die berühmten Ringstraßen und Paläste des kaiserlichen Wien. Der leerstehende denkmalgeschützte Prunkbau soll in eine Hochhausbebauung integriert werden. Anders die benachbarte Matthäuskirche, die 1945 aus Trümmern betont schlicht wiederaufgebaut wurde. Sie soll gegen den Willen der Gemeinde auf Abbruch verkauft werden.

- Polizeipräsidium
Mainzer Landstraße/Platz der Republik
Ehemals Ausfallstraße nach Mainz, bestückt von repräsentativen Sommervillen der Frankfurter Bankiers. Heute Hochhausachse, die in den kommenden Jahren über den Platz der Republik hinaus verlängert werden und in den Wolkenkratzern des künftigen „Europaviertels“ nahe der Messe gipfeln soll.

- Mainzer Landstraße, Blick von oben
Alte Oper
1883 größtenteils aus Spenden von Frankfurter Bürgern erbaut. Errichtet im Stil der italienischen Renaissance, galt sie bis zu ihrer Zerstörung 1944 neben der Wiener, Dresdner und Pariser Oper als die schönste Europas.
1983, nach langen Debatten, ob die Ruine gesprengt oder saniert werden solle, wurde die Alte Oper als Konzerthaus neu eröffnet.

- Alte Oper
Hauptwache
Im Jahr 1729 Wachgebäude der Stadtmiliz und Gefängnis prominenter Bürger errichtet. Goethe hielt sie für den schönsten Bau Frankfurts. Beim U-Bahnbau 1966 abgetragen und um fünf Meter versetzt wiederstellt. Gegenüber die Katharinenkirche, 1678 als protestantische Hauptkirche der Stadt in bewusst altertümlichen gotisierenden Formen errichtet. Taufkirche Johann Wolfgang Goethes.

- Hauptwache
Börse
1873 nach Vorbildern der Renaissance in Venedig gebaut. Die Stilwahl war ein diskreter Verweis auf die älteste nachantike Republik Europas und auf die Unabhängigkeit der Finanzwelt. Zugleich konkurrierte Frankfurt dadurch mit Berlin, das zehn Jahre zuvor seine Börse im gleichen Stil dekoriert hatte.

- Börse mit Bulle und Bär
Eschenheimer Turm
Wichtigster nördlicher Tor-Turm der ehemaligen Stadtbefestigung, um 1400 errichtet von Dombaumeister Madern Gerthener. Von ihm ist ein Selbstporträt im Scheitel des stadteinwärts gewandten Torbogens erhalten.
Wegen seiner Rundform überstand der Turm die Bomben des März 1944 unbeschädigt.
- Eschenheimer Turm
Börneplatz
Jahrhundertelang Marktplatz vor den Toren des Frankfurter Ghettos, danach Standtort der Synagoge des reformierten Teils der Jüdischen Gemeinde. Der durch ein Gemälde Max Beckmanns berühmte Bau
wurde in der sogenannten „Kristallnacht“ zerstört. Hinter dem Neubau der Stadtwerke ein würfelförmiges Mahnmal für die im Holocaust ermordeten Frankfurter Juden. Es ist aus den Steinen des spätmittelalterlichen
Ghettos errichtet, die 1988 beim Ausheben der Baugrube für die Stadtwerke zum Vorschein kamen.

- Gedenktafel: Synagoge Börneplatz
Kennedy-Allee
Ehemals Forsthaus-Alle geheißen, war die heutige Verkehrsachse um 1900 ein Boulevard, den die noblen Villen der reichsten Frankfurter säumten. Einige davon haben sich als Büroresidenzen erhalten.

- Kennedy-Palast in der Kennedy-Allee
Bolongaro Palast
Das Schloß entstand 1772 als Stadtresidenz und Manufaktur des italienischen Tabakwarenhändlers Bolongaro. Ursprünglich sollte es in Frankfurt gebaut werden. Doch der Rat, gebunden an ein mittelalterliches Gesetz, das Wohnsitze Adliger in der Freien Reichsstadt verbot, verweigerte die Bauerlaubnis.

- Bolongaro Palast
Friedrich-Ebert-Siedlung
Teil des berühmten Massenwohnungsbaus der zwanziger Jahre. Unter dem Namen „Das Neue Frankfurt“ entstand zwischen 1924 und 1933 ein Kranz vorbildlicher Trabantensiedlungen an der Peripherie.

- Friedrich-Ebert-Anlage
Galluswarte
Spätmittelalterlicher Wachturm, Teil eines Rings von Vorburgen entlang der einstigen Gemarkungsgrenzen. Der Turm überdauerte die Entfestigung, weil er seit 1890 als Entlüftungsschacht der Kanalisation dient.

- Galluswarte 1873
Festhalle
Eine Art Hagia Sophia der frühen Moderne, verbindet die Festhalle mit ihren neobarocken steinernen Umrahmungen und ihrer Glas-Stahl-Kuppel die rückwärts und die vorwärts gewandten Tendenzen der Zeit um 1900. Sie ist eines der größten Kuppelbauwerke Europas, gebaut 1909 von Friedrich von Thiersch.

- Festhalle
Kaiserstraße/EZB-Bank
Prunkvolle Hauptstraße des um 1890 einheitlich bebauten Bahnhofsviertels. Nach 1945 berüchtigt als Deutschland-Zentrale des Schwarzmarkts, dann als Jagdrevier der Edel-Prostituierten Rosemarie Nitribitt, deren Ermordung 1957 einen Justiz- und Politikskandal auslöste, der das Ende der Ära Adenauer einläutete.

- Europäische Zentral Bank
Baustelle „Frankfurt Hoch Vier“/Bleichstraße
Hier werden zwei zentrale Hochhäuser errichtet werden, ein Novum im Gebiet um die Hauptwache. Vor ihnen ist die Rekonstruktion des 1944 schwer beschädigten und 1950 gesprengten Stadtschlosses der Thurn und Taxis geplant.

- Modell Frankfurt Hoch Vier
Alte Brücke
Errichtet an der namensgebenden Furt durch den Main um 1100. Als einziger Flussübergang für den europäischen Nord-Süd-Verkehr war die Alte Brücke Lebensader und Reichtumsquell Frankfurts. Der heutige Bau entstand 1914 als Kopie der mittelalterlichen Brücke und wurde nach Sprengungen im Mai 1945 notdürftig geflickt. Der steilgiebelige dunkelrote Bau auf der Maininsel, eine Kunstgalerie, erinnert seit 2005 an die verschwundenen mittelalterlichen Brückenmühlen.

- Alte Brücke
Neubau Portikus
Das strahlend weiße Gebäude ist die Kopie der 1944 zerbombten historischen Stadtbibliothek von 1820. Original ist noch der prächtige Säulenportikus. In dem Bau residiert das Frankfurter Literaturhaus.

- Modell Neubau Portikus
Messehalle 3
Markantes Beispiel des aktuellen Biomorphismus in der Gegenwartsarchitektur. Die sichtlich technoide Schalenkonstruktion von Nicolas Grimshaw verbindet sich zur Großform einer Raupe oder eines Hummers.

- Messehalle 3







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